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Film "Amadeus" - Blog-Schreiber: monacojan -

Film "Amadeus" - Blog-Schreiber: monacojan -

09.01.2013 12:45

Der Film "Amadeus" ist ein Film von Milos Forman, der das Leben Mozarts und die Geschehnisse um ihn herum sehr gut rüberbringen, es ist ein wunderbarer Film, mit genialer Ausstattung, Kostümen und genialen Schauspielerleistungen.
Forman hat in diesem Film ein Werk geschaffen, dass das Leben und die Zeit Mozarts wunderbar rüberbringt. Der Film hat bis heute nichts an seiner Frische und Genialität verloren.
Er ist und wird wohl auch immer der beste Film über einen Komponisten bleiben.

Es wurden viele Filme über Komponisten gedreht. Für mich gibt es aber neben dem Amadeus Film nur einen Film noch, der wirklich empfehlenswert wäre. "Ludwig van B. Meine unsterbliche geliebte (Immortal beloved)" über Beethoven.

Auch wenn solche Filme freilich nie zu 100% der Wirklichkeit entsprechen, sind bei diesen beiden Filmen doch sehr viele Wahrheiten dabei und zeigen es sehr reel.

Amadeus wurde 1983 in Prag gedreht. Eine Stadt, die sich für solch einen Film wunderbar geeignet hat und noch dazu mit Mozart sehr eng verbunden ist.
Mozart reiste mehrmals nach Prag und Prag ist ja bis heute die Giovann-Stadt.
Hier vollendete er in der Villa bertramka bei Duscheks seinen Giovanni und in der goldenen Stadt wurde er auch im Ständetheater (heute Stavovské divadlo) uraufgeführt. Bis heute werden dort jährlich mehrere Aufführungen des Giovanni gegeben.
In diesem Theater wurden auch die Opernszenen des Filmes gedreht.
Extra dafür musste in diesem relativ kleinen theater vieles umgebaut werden, um es wirklich so erstrahlen zu lassen, wie es wohl zu Mozarts Zeiten aussah. Kein elektrisches Licht, andere Sitze, etc. .

Der Film "Amadeus" ist ein Film, der das Leben Mozarts und die Geschehnisse um ihn herum sehr gut rüberbringen, es ist ein wunderbarer Film, mit genialer Ausstattung, Kostümen und genialen Schauspielerleistungen, ohne Frage! Dennoch gibt es einige Punkte und Fakten, die nicht der Realität und den wahren Geschehnissen entsprechen, so wie es im Film eben sehr oft der Fall ist.
Einige dieser "Fehler" werde ich nun hier anführen.

Erstens ist zum Beispiel zu erwähnen, dass Mozart zwei Söhne hatte. Im Film ist immer nur ein Kind zu sehen. Mozart hatte mehrere, aber nur zwei überlebten und diese zwei Söhne waren bei Mozarts Tod bereits beide geboren.

Mozarts Tod. Mozart starb nicht nach einem Zusammenbruch während der Premiere der Zauberflöte, sondern mehrere Wochen nach dieser Uraufführung in seiner Wiener Wohnung und dies spät in der Nacht und nicht im Morgengrauen, wie im Film.

Desweiteren hatte Mozarts Sterbezimmer keine Fenster, was überliefert ist.

Einer der größten "Fehler" im Film ist der, dass Mozart Salieri am Sterbebett sein Requiem diktiert. Dies ist komplett erdacht und Quatsch. Wenn, dann half ihm in den letzten Tagen sein Schüler Franz Xaver Süßmayer, der das Requiem, das ja unvollendet blieb, dann vollendete.
Auch ist es nicht so gewesen, dass Salieri oder sein Diener bei Mozart das Requiem zu Beginn in Auftrag gab und mit diesem Auftrag mit Maske zu Mozarts Haus kam. Es war ein Auftrag eines Mannes, der es in Auftrag gab, aber es war nicht Salieri, dies ist komplett falsch.

Mozarts Bild, des etwas verrückten, wilden Mannes ist richtig, er konnte jedoch ebenso sehr ernst und ruhig sein, meist auch von einer SWekunde auf die andere. Er war nicht immer so verrückt in seinem Benehmen und auch seine Wortwahl in fäkalischen Worten etc war nicht eine Eigenheit Mozarts, sondern es sprachen damals alle Schichten so, es war völlig gängig fäkalisch und unfein zu reden.
Auch dass Constanze Mozart Salieri besucht haben soll, um um Hilfe für die Anstellung ihres Mannes bei Salieri zu bitten, war so nie gewesen.

Opern wurden damals nicht von den Komponisten selbst dirigiert, wie es im Film gezeigt wird, dies war damals so nicht üblich.
Außerdem hatte Mozart in Wien mehrere Behausungen, die er in den Jahren bewohnte, wogegen im Film sein Haus immer ein und das gleiche ist.

Salieri gab im Film ein Keuschheitsgelübde hab, Salieri hatte aber in Wirklichkeit eine Ehefrau und ungefähr 8 Kinder.

Salieri und Mozart waren vom Alter her gesehen nicht so weit außeinander, wie es im Film den Anschein hat. Salieri war etwa 5-6 Jahre nur älter als Wolfgang Amadé Mozart.
Mozart war auch am Ende seines Lebens kein Trinker und Alkoholabhängig. Er war kein Abstinenzler, besuchte oft das Bierhaus zu Wien, wo er verweilte, doch als Trinker war er nie bekannt.

Kleinigkeiten, wie Salieris Liebe zu Süßigkeiten und gutem Essen stimmen vollkomen und waren bekannt. Das Mozart und Salieri wohl wegen der Zauberflöte stritten auch.
Dass Mozart gern feierte, Blödsinn trieb und unter und über Tische sprang sind auch wahr und überliefert. Das er gern ausgefallene Perücken trug und extrem lachen konnte sind ebenso wahr.

Mozart war einerseits ein schriller Vogel, wie man wohl heute sagen würde, andererseits aber auch ein ruhiger, ernster und sehr hart arbeitender Mann, denn ohne Fleiß und Arbeit hätte auch sein Talent nicht gereicht zu dem zu werden, der er wurde letzlich.

Forman hat in diesem Film ein Werk geschaffen, dass das Leben und die Zeit Mozarts wunderbar rüberbringt. Der Film hat bis heute nichts an seiner Frische und Genialität verloren.
Er ist und wird wohl auch immer der beste Film über einen Komponisten bleiben.

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Kommentare
  • löschen

    10.01.2013 19:18

    gekauft !
    bin gespannt drauf

  • löschen
    monacojan
    10.01.2013 17:41

    Es ist sicherlich mit Abstand der beste Mozartfilm und der vielleicht beste Film über einen Komponsiten.
    Verglichen mit Filmen wie "Klang der Stille" über Beethoven, der nicht nur komplett an der
    Realität vorbeigeht, lauter erfundene und Hollywoodmäsige Lügen eingebaut hat, um interessant zu
    wirken.

    Nein, bei Amadeus kann man von einem Film sprechen, der schon ein sehr reales Bild über Mozart und
    dessen Zeit zeigt und von der Ausstattung und schauspielerischen Leistung wirklich
    höchstes Lob bis heute verdient.

  • löschen

    10.01.2013 17:34

    Ja, die Filmemacher erlauben sich immer eine riesen Portion "dichterische Freiheit"....und der normale Zuschauer hält dann vieles für wahr, was nicht stimmt.

    Dass das Ergebnis in diesem Fall (und hier vertraue ich Deinem Urteil voll und ganz) trotz etlicher Ungenauigkeiten und/oder weggelassenen und zugefügten Informationen ein gutes ist, spricht für Forman, denn dann kann er mit der "dichterischen Freiheit" nicht übertrieben haben.

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